Übrigens...

  ... möchte ich mich an dieser Stelle bei jemanden bedanken. Das ist schon lange überfällig.

Also... ich möchte meinem Bruder von Herzen danken, denn eigentlich "ist er daran Schuld", dass ich heute Veganer bin.

Er ist sechs Jahre jünger als ich und hat vor mir (also vor 2000, ich glaube Ende 1998) aufgehört Fleisch zu essen. Und ihr könnt mir glauben, ich hab ihn belächelt, manchmal sogar auch ein wenig ausgelacht... Aber dann hab ich angefangen über seinen Entschluss nachzudenken. Und je mehr ich über unsere "Ess -u. Lebensgewohnheiten" nachdachte, um so mehr ekelte ich mich davor. Nicht vor dem Geschmack und der Konsistenz der Lebensmittel, auch nicht vor der Optik und dem Geruch von Lederschuhen oder Ledergürteln. Nein, ich ekelte mich vor der Selbstverständlichkeit und der Arroganz, mit denen wir über Leben und Tod entscheiden. Ich ekelte mich vor den Lügen der Fleischindustrie ("Der menschliche Körper braucht Fleisch" oder noch besser "Wir stehen am Ende der Nahrungskette"). Wir besamen zum Beispiel Kühe, die event. niemals den Himmel sehen, lassen sie gebären, nehmen ihnen nach wenigen Stunden ihre Kinder weg (um diese nach wenigen Wochen zu "verwursten"), wiederholen das ein paar Mal, richten das Muttertier dann nach 4-5 Jahre im Schlachthof hin, "entsorgen sie" wie eine Maschine, die durch Dauerbelastung kaputt gegangen ist und als wäre das nicht genug, bekommt man zu hören, dass so die Natur ist.... So ist die Natur?!? Einsperren, besamen, beklauen, mißbrauchen und töten!! So ist die Natur?? Nein, das ist alles andere als natürlich...

Also, liebes Bruderherz, vielen Dank, dass Du mir die Augen geöffnet hast.

Und ich möchte auch meiner Frau von Herzen danken, die übrigens auch meine/unsere Überzeugung teilt, dass man Freunde nicht essen und ausbeuten darf, eigentlich noch vor mir den Schritt zum Veganer vollzogen hat und die wahnsinnig gut tierleidsfrei kocht. Denn ich esse zwar nichts von Tieren, aber ich esse trotzdem gern ;). Und ich möchte ihr auch danken, weil sie so geduldig meine stundenlangen Mono - u. Dialoge erträgt, wenn es um das "Essen der Anderen", also um meine/unsere Freunde geht.
 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0