Der Rasen muss brennen...

  ...sagte Podolski bei einer Pressekonferenz... aber er hat dabei übersehen, dass der "Rasen schon gebrannt hat".

Nach neuesten Schätzungen sind für die EM bisher 150.000 Hunde vergiftet, erschlagen, zu hunderten auch LEBENDIG VERBRANNT worden. Die Straßen sollten sauber sein, wenn sich Europa in der Ukraine Stelldichein gibt. Einige Politiker und viele Tierschützer protestierten und es hatte auch den Anschein, als ob sie etwas bewirken konnten. Aber was will man bei einem Staat bewirken, der nicht nur beim Tierschutz auf Augen und Ohren sinnesfrei ist, wo auch die Menschenrechte mit Füßen getreten und auf die Demokratie gespuckt wird?!? Die ukrainische Regierung hat zwar die "Säuberungsaktionen" offiziell untersagt, aber sich einen Scheißdreck um die Umsetzung des Verbots gekümmert... Und nun, nachdem das erste EM-Spiel angepfiffen wurde, nachdem der erste Kronkorken einer Bierflasche aufgeploppt ist, können sich die Sponsoren, die Regierungen und die FIFA entspannt zurücklehnen. Auch die Veranstalter von Public Viewings überall in Europa können die Sektkorken knallen lassen... keine toten Tiere mehr im Fernsehen, keine nervenden Reportagen... Umsatzt ist also gesichert...

Es interessiert einfach keinen mehr, was vor den Toren der Stadien "für ein Spiel gespielt" wurde. Jetzt ist alles schön bunt, die Menschen sind ja ach so gastfreundlich und auch die Bordelle sind mega-günstig... Alle Achtung.

Wenn ich in diesen Tagen die Menschen in den Stadien feiern und hüpfen sehen, sehe ich sie über tausende Hundeleichen springen, wenn ich das Licht der Feuerwerkskörper sehe, sehe ich die mobilen Krematorien in den ukrainischen Straßen. Und wenn ich die gut genährten Manager und überbezahlten Spieler in den selbstgefälligen Interviews sehe/höre, sehe ich die kleinen Welpen, die an ihrer vergifteten Mutter versuchen zu trinken.

Aber so ist das wohl, Augen zu, Bier auf, rein in den Kopp, über einen Lattenschuss und den Schiedsrichter debattieren... und "heile Welt" erleben.

Wo zum Teufel war der Aufschrei der Mannschaften und der Clubs? Ist denn die Kohle wirklich alles?

Und wir/ich sind automatisch mit Schuld an dem Gemetzel, weil wir den Rasen in diesem korrupten Land "brennen" lassen bzw. weil wir uns vor der Glotze im Rudel ein Bier nach dem anderen in die Birne quirlen... weil wir konsumieren ohne Gewissensbisse, ohne Emphatie... weil uns das Leben, ja genau, das "LEBEN ANSICH" und Gerechtigkeit null Komma null interessiert, solange unser Vorgarten schön sauber ist... und so ist es nicht nur in diesem Fall und hier geht es (ich bringe es kaum über das Herz, das zu sagen) "nur" um Hunde.

Denken wir einfach mal an:

Tibet, Irak, Syrien, Afrika (dort streben täglich ca. 20.000 Menschen an Hunger), Korea.................. Überall auf der Welt kriegen die Gerechtigkeit, Mitgefühl und Nächstenliebe täglich "voll eine in die Fresse".

Und wen interessiert es?????? In Bild am Sonntag hab ich heute nichts gelesen.

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