Antibiotikaeinsatz bei Geflügelmast- Reaktion des ZDG auf BUND-Recherche

 

Ich hab mir heute mal die ZDG-Pressemitteilung zu gemüte geführt. Ausgangspunkt sind die BUND-Stichproben bei Hähnchenfleisch aus dem Supermarkt und die damit einhergehende Debatte um den Antibiotikaeinsatz bei der Mast. Mitarbeiter des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben bei bei dieser Untersuchung Antibiotika-resistente Erreger bei 11 von 20 untersuchten Hähnchenfleisch-Produkten entdeckt.

Wie erwartet gibt sich der ZDG kämpferisch und uneinsichtig, man sieht sich dort offensichtlich in einer "Opferrolle".

Zitat:
Die deutsche Geflügelwirtschaft hat bereits im vergangenen Jahr aus eigener Initiative ein umfassendes Antibiotika-Monitoringprogramm innerhalb des unabhängigen QS-Systems auf den Weg gebracht, das erstmals eine bundesweite Auswertung sämtlicher Antibiotikagaben in allen deutschen Geflügelbetrieben möglich macht. Das System wird von der Geflügelwirtschaft selbst finanziert.


Ich denke:
Scheiße, dass man so etwas braucht, um seine profitgeilen Verbandsmitglieder zu überwachen. Und dann auch noch arrogant den Satz zu bringen: "Das System wird von der Geflügelwirtschaft selbst finanziert." - Wer soll es denn sonst bezahlen? Der Staat, der vergiftete Verbraucher? Obwohl, der Verbraucher bezahlt es ja irgendwie sowieso...

Zitat:
Die deutsche Geflügelwirtschaft ist sich ihrer Verantwortung für Tier und Verbraucher bewusst und geht mit dem Einsatz von Antibiotika entsprechend sorgfältig um. Aus diesem Grund hat die Geflügelwirtschaft selbst bereits im vergangenen Sommer eine Zielvereinbarung beschlossen, den Einsatz von Antibiotika durch ein weiter optimiertes Tierhaltungsmanagement in den kommenden fünf Jahren um 30 Prozent zu reduzieren. Die Branche selbst setzt mit dem Monitoring und der darauf gründenden Minimierungsstrategie exakt die von der Politik angemahnten Forderungen um.


Ich denke:
In den nächsten 5 Jahren 30 Prozent weniger...Wow, dann gilt also noch eine Weile: Wenn mein Doc mir kein Antibiotika verschreibt, dann ess ich halt ein Hähnchen...

Zitat:
Die deutsche Geflügelwirtschaft selbst hat ein genuines Interesse daran, die Haltung kontinuierlich zu verbessern; Verstöße gegen den Tierschutz werden von der Branche nicht geduldet.


Ich denke:
Aha...warum duldet man dann die Firma Wiesenhof noch, wo ZWEIFELSFREI Verstöße gegen gegen den Tierschutz (das ist noch milde ausgedrückt) in Bild und Ton existieren???

Zitat:
Nicht der Geflügelhalter selbst, sondern der betreuende Tierarzt verordnet die Antibiotika ausschließlich im konkreten Krankheitsfall. Vor der Verschreibung des Medikaments fertigt der Veterinär ein Antibiogramm an, um im Anschluss gezielt für die jeweilige Diagnose ein spezifisches Antibiotikum einsetzen zu können.

 
Ich denke:
Wer gut schmiert, der gut fährt - Hautsache "Gewinnmaximierung"...und genau dies untermalt die Stichprobe vom BUND...oder?!?

Na ja, egal, die Menschen werden weiter das Fleisch dieser armen Kreaturen kaufen. Kreaturen, von denen die wenigsten das Tageslicht sehen, deren Beinchen unter ihrem Gewicht brechen, weil sie durch die Mast zu schnell zu schwer werden. Kreaturen, die dicht an dicht stehen, liegen und verrecken, die ohne Betäubung den Schnabel gestutzt bekommen, die in den verdreckten Ställen ihre eigenen Exkremente und die der anderen aufpicken. Arme Kreaturen, die, wenn sie diese Hölle überleben, auf ihrer letzten Fahrt in Kisten geworfen, geprügelt, getreten und verhöhnt werden.

Und die Menschen werden weiterhin denken, wenn sie das Fleisch dieses armen Wesens essen: " Hhhmmm, Geflügel...so gesund und lecker...und so günstig".

Und die Menschen werden sich aufregen, wenn sie davon krank werden...und die Schuld bei allen suchen, nur nicht bei sich selbst....

 

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